Von fundamentaler Bedeutung für die Kapitalversorgung einer Volkswirtschaft ist ein funktionsfähiger Wertpapierprimär- und -sekundärmarkt. Während am Primärmarkt neu emittierte Wertpapiere abgesetzt werden, ist Gegenstand des Sekundärmarktes der Handel bereits emittierter Papiere.
Investmentgesellschaften sind hier bedeutende Marktteilnehmer. Durch ihre Aktivitäten an der Börse leisten die Fonds einen wichtigen Beitrag zur Stärkung dieses Sekundärmarkts. Die Fondsverwalter müssen - da sie kraft Gesetzes im ausschließlichen Interesse ihrer Anleger zu handeln haben - die Mittelzuflüsse so rentabel wie möglich anlegen. Dies setzt ein hohes Maß an Flexibilität voraus, d. h. die Bereitschaft, sich ständig in der Anlagestrategie und -taktik den geänderten Marktverhältnissen durch Umschichtungen oder Variation ihrer Liquiditätsreserve anzupassen.
Neben ihrem Beitrag zur Erhaltung des Sekundärmarktes üben Investmentfonds auch eine kapitalmarktstabilisierende Funktion aus. Der private Anleger verhält sich im allgemeinen prozyklisch, d. h. er kauft in der Hausse und verkauft in der Baisse. Indem sie den jeweiligen Börsentrend verstärken, schaden sich die "prozyklischen" Anleger selbst. Derartige Einbußen kämen noch weitaus gravierender zum Tragen, wenn nicht die institutionellen Anleger, insbesondere auch die Investmentgesellschaften, über ein bewusst antizyklisches Verhalten eine Ausgleichsfunktion ausübten.
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