9.10.2019 | Finanzwissen

Ersparnisse mit Aktien vor dem Kaufkraftverlust schützen

Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank und die von ihr angehobenen Strafzinsen beunruhigen Sparer. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Lebensversicherung von 1871 in München hervor. Die Niedrigzinsen bereiten 55 Prozent der Befragten größere Sorgen als eine eventuelle Inflation oder Kursverluste an den Finanzmärkten. Die Sorgen sind nicht unbegründet. Tatsächlich erleiden die Sparer nach den Berechnungen der DekaBank jedes Jahr einen durchschnittlichen Kaufkraftverlust von 402 Euro, weil sie Geld zu niedrigeren Zinsen anlegen als es durch die Inflation an Wert verliert. Um die Ersparnisse vor einem Geldwertverlust zu schützen, sind Anlagen in höherrentierlichen Wertpapieren wie beispielsweise Aktien notwendig, so die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften.

Ein Vermögenserhalt lässt sich nur durch ein diversifiziertes Investment erreichen. Im Unterschied zu niedrig verzinsten Anlageprodukten können beispielsweise Qualitätsaktien von Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen und attraktiven Dividenden vor dem Geldwertverlust schützen. Aktionäre und auch Anleger in Aktienfonds profitieren vom Wachstum der Unternehmen. Über die Dividenden nehmen Anleger zusätzlich am Erfolg eines Unternehmens teil.

Umfragen zeigen, dass sich nur wenige Sparer zutrauen, Unternehmen und Märkte zu analysieren, um die besten Aktien für ihre Depots zu wählen. Hierbei können erfahrene Fondsmanager helfen, die die geeigneten Unternehmen nach Kriterien wie Bilanzkennzahlen und der Bewertung des Geschäftsmodells für das Portfolio aussuchen.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass ein Anleger mit einem Sparplan auf Fonds, die weltweit in Aktien investieren, ein kleines Vermögen aufbauen kann: Wer in den zurückliegenden 15 Jahren beispielsweise monatlich 100 Euro in global anlegende Aktienfonds investiert hat, zahlte insgesamt 18.000 Euro ein. Der Sparplan brachte ihm per Ende Juni 2019 im Mittel rund 28.205 Euro ein. Das entspricht einer Wertentwicklung von durchschnittlich 5,7 Prozent im Jahr.

Bei der Wahl, ob der Sparer lieber offensiver oder sicherheitsorientierter anlegen möchte, kann ihm ein Anlageberater helfen. Er kann entsprechend seiner Risikobereitschaft und seinem Budget eine für ihn geeignete Quote von Aktien und Aktienfonds festlegen.

Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

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