27.5.2020 | Finanzwissen

In der Altersvorsorge zahlt sich Durchhaltevermögen aus

Die kräftigen Kursverluste an den Finanzmärkten zu Anfang des Jahres haben die Vorurteile vieler Deutscher bestätigt, dass an den Börsen ausschließlich Zocker unterwegs sind. Obwohl Tagesgelder, Festgelder oder das Sparbuch so gut wie keine Zinsen mehr abwerfen, ist der Aktienmarkt für sie keine Alternative. Die Sparer fürchten sich vor den unvorhersehbaren Risiken, wenn sie ihr Geld in Aktien anlegen. Doch beweisen die Verluste, dass die Börse nur ein Casino ist? Der Blick in die Geschichte der Börse lehrt anderes. Je länger die Anlagedauer, umso geringer waren in der Vergangenheit die Verluste. Das kann sich auch in der Altersvorsorge auszahlen. Sparer sind also gut beraten, eine private Altersvorsorge schon früh mit rentierlicheren Anlageformen wie Aktien oder Aktienfonds zu beginnen. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

So zeigt eine aktuelle Analyse des BVI, dass die Anlageergebnisse von Aktienfondssparplänen trotz des plötzlichen Einbruchs der Börsenkurse in den Monaten Februar und März abhängig von der Laufzeit positiv sind. Die durchschnittliche Sparplan-Rendite beispielsweise von weltweit anlegenden Aktienfonds liegt über 10 Jahre per 31. März 2020 im Schnitt bei 3,3 Prozent jährlich. Je länger die Anlagezeiträume umso geringer haben sich die Börsenturbulenzen der letzten Monate ausgewirkt. Über 30 Jahre erzielten weltweit anlegende Aktienfonds eine durchschnittliche jährliche Wertsteigerung von 5,7 Prozent (per Ende März 2020).

Die Untersuchungen bestätigen, dass eine breite Streuung in Aktien von Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und Regionen, wie sie beispielsweise Aktienfonds bieten, und eine möglichst lange Anlagedauer das Risiko, weniger als die eingezahlten Beiträge zurückzubekommen, deutlich senkt. Die Ergebnisse zeigen also, dass es sich lohnen kann, einen Teil der Ersparnisse stärker in Aktien und Aktienfonds anzulegen. Durchhaltevermögen zahlt sich in der Altersvorsorge also aus. Ein Anlageberater kann dem Sparer dabei helfen, eine seiner Risikobereitschaft entsprechende Quote von Aktien und Aktienfonds zu bestimmen. Wichtig ist, dass der Sparer das am Aktienmarkt investierte Geld längerfristig entbehren kann, um Kursschwankungen im Depot problemlos zu verkraften.

Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

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