Betriebliche Altersversorgung

Rente vom Arbeitgeber

Für eine zukunftsfeste Altersvorsorge ist die betriebliche Altersversorgung ein wichtiger Baustein mit Ausbau- und Entwicklungspotenzial. Rund 40 Prozent der Arbeitnehmer haben jedoch bis heute keine betriebliche Altersversorgung. Dabei bietet sie sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer interessante Möglichkeiten.

Verschiedene Durchführungswege

Es gibt verschiedene Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung: einerseits das unmittelbare Versorgungsversprechen des Arbeitgebers (die Direktzusage), andererseits mehr oder weniger stark versicherungsförmig geprägte externe Durchführungswege.



Unmittelbare Versorgungszusage

Die Direktzusage ist der mit Abstand bedeutendste Durchführungsweg innerhalb der deutschen betrieblichen Altersversorgung. Ende 2012 entfielen hierauf gut 52 Prozent der insgesamt vorhandenen Deckungsmittel in Höhe von mehr als 520 Milliarden Euro. Deckungsmittel sind die Vermögenswerte, mit denen die Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung später bedient werden sollen.

Direktes Leistungsversprechen des Arbeitgebers

Bei der Direktzusage gibt der Arbeitgeber ein direktes Leistungsversprechen an den Arbeitnehmer. Das Unternehmen selbst trägt alle mit dieser Versorgungszusage verbundenen Risiken. Treuhandlösungen wie das Contractual Trust Arrangement (CTA) spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Mittelbare Versorgungszusage

Demgegenüber liegt eine mittelbare Versorgungszusage vor, wenn der Arbeitgeber einen externen Versorgungsträger zur Abwicklung der betrieblichen Altersversorgung einschaltet. Dies sind regelmäßig eigenständige Versorgungseinrichtungen der Privatwirtschaft, die den Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf die zugesagte Versorgungsleistung gewähren. Hierfür kommen in Betracht:

  • Pensionskassen 
  • Direktversicherungen
  • Unterstützungskassen
  • Pensionsfonds

Innerhalb dieser vier extern organisierten Durchführungswege dominiert die Pensionskasse mit rund 24 Prozentpunkten der Deckungsmittel, gefolgt von den Direktversicherungen mit elf Prozentpunkten sowie den Unterstützungskassen und Pensionsfonds (rund sieben bzw. fünf Prozentpunkte).

Sparen aus dem Bruttolohn

Ein besonderer Vorteil der betrieblichen Altersversorgung ist die Möglichkeit des so genannten Bruttolohnsparens. Hierbei überweist der Arbeitgeber den Sparbetrag an den Versorgungsträger unmittelbar aus dem Bruttolohn des Arbeitnehmers. Der Beitrag ist für den Arbeitnehmer somit frei von Steuern und Sozialabgaben. Erst im Ruhestand sind die Auszahlungen dann steuer- und beitragspflichtig.

In den Durchführungswegen Pensionsfonds, Pensionskasse und Direktversicherung ist der Sparbeitrag auf vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung begrenzt. Dies entspricht 2014 einem jährlichen Höchstbetrag von 2.856 Euro. Darüber hinaus können weitere 1.800 Euro steuerfrei (nicht aber sozialabgabenfrei) auf das Betriebsrentenkonto fließen, sofern es sich nicht um eine pauschalversteuerte Versorgung aus Zeiten vor 2005 handelt.

Sagt der Betrieb selbst die Rente zu (Direktzusage) oder handelt es sich um eine Versorgung über eine Unterstützungskasse, sind Beiträge sogar in unbegrenzter Höhe steuerfrei. Wenn der Arbeitgeber sich dann auch noch an der Finanzierung der Beiträge beteiligt, wird die betriebliche Altersversorgung für den Arbeitnehmer sehr attraktiv.

Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge

Das geplante Betriebsrentenstärkungsgesetz greift wesentliche Petiten der Fondsbranche auf: Zu den Hauptforderungen zählen das tarifliche Opting Out und der Wegfall der Garantie.

Daneben sollen der Förderrahmen der bAV sowie die Riester-Grundzulage erhöht und zusätzliche Altersvorsorge nur noch teilweise auf die Grundsicherung angerechnet werden. Für diese Maßnahmen hat sich der BVI lange eingesetzt.

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