Betriebliche Altersvorsorge

Rente vom Arbeitgeber

Angesichts der sinkenden Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung gewinnt die betriebliche Altersvorsorge an Bedeutung. Der Staat gewährt Vorteile, indem er Beiträge steuer- und sozialabgabenfrei stellt und damit das so genannte Bruttolohn-Sparen ermöglicht. Trotz dieser Vorteile ist der Anteil der betrieblichen Altersvorsorge am Gesamtleistungsvolumen der Alterssicherung in Deutschland immer noch gering. Schätzungen gehen von einem Beitrag zum Gesamteinkommen der Ruheständler zwischen 4 und 8 Prozent aus. Auch der 2002 eingeführte gesetzliche Anspruch auf Gehaltsumwandlung führte nicht zur erwünschten Breitenwirkung. Rund 40 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben noch keine Anwartschaft auf Betriebsrente aufgebaut. Es gibt fünf Durchführungswege in der betrieblichen Altersvorsorge: das unmittelbare Versorgungsversprechen des Arbeitgebers (Direktzusage) und vier externe Durchführungswege.

 

Betriebliche Altersvorsorge

Unmittelbare Versorgungszusage

Die Direktzusage ist der mit Abstand bedeutendste Durchführungsweg innerhalb der betrieblichen Altersvorsorge. Auf sie entfallen über die Hälfte aller Deckungsmittel, mit denen die Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersvorsorge später bedient werden sollen. Bei der Direktzusage gibt der Arbeitgeber ein direktes Leistungsversprechen an den Arbeitnehmer. Das Unternehmen selbst trägt alle mit dieser Versorgungszusage verbundenen Risiken. Treuhandlösungen wie ein Contractual Trust Arrangement (CTA) spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Mittelbare Versorgungszusage

Demgegenüber liegt eine mittelbare Versorgungszusage vor, wenn der Arbeitgeber einen externen Versorgungsträger zur Abwicklung der betrieblichen Altersvorsorge einschaltet. Dies sind regelmäßig eigenständige Versorgungseinrichtungen der Privatwirtschaft, die den Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf die zugesagte Vorsorgeleistung gewähren. Hierfür kommen in Betracht:

•    Pensionskassen
•    Direktversicherungen
•    Unterstützungskassen
•    Pensionsfonds

Innerhalb dieser vier extern organisierten Durchführungswege dominieren Pensionskassen mit rund 26 Prozent der Deckungsmittel, gefolgt von Direktversicherungen (11 Prozent), Unterstützungskassen (7 Prozent) und Pensionsfonds (6 Prozent).

Investmentfonds sind Rückgrat der Altersvorsorge

In der betrieblichen Altersvorsorge bietet die Fondsbranche den Versorgungsträgern auf deren spezifischen Bedürfnisse abgestimmte Anlageinstrumente. So beträgt der Anteil von Investmentfonds bei den Kapitalanlagen von Lebensversicherungsunternehmen 33 Prozent, bei Pensionskassen 39 Prozent und bei Pensionsfonds 92 Prozent. Von den 2,9 Billionen Euro, die die Fondsbranche in Deutschland verwaltet, dienen rund 1 Billion Euro der Altersvorsorge, davon über 330 Milliarden Euro der betrieblichen Altersvorsorge.

Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge

Der Gesetzgeber zielt mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz auf eine weitere Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge. Die Position des BVI finden Sie hier.