Rürup-Rente

Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler

Die Rürup-Rente ist eine vom Staat steuerlich geförderte private Altersvorsorge. Sie richtet sich vornehmlich an Selbstständige und Freiberufler, die nicht gesetzlich rentenversichert sind. Die Leistungen der Rürup-Rente sind denen der gesetzlichen Rente nachempfunden. Auszahlungen erfolgen ausschließlich in Gestalt einer lebenslangen Leibrente und die Ansprüche sind weder vererblich noch übertragbar. Die Rente kann nicht beliehen oder veräußert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können jedoch Hinterbliebene abgesichert werden. 

Beiträge als steuerliche Sonderausgaben

Beiträge zu Rürup-Verträgen können innerhalb bestimmter Grenzen als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Jährlich steht hierfür ein Betrag von 20.000 Euro zur Verfügung, auf den allerdings auch Beiträge zu verschiedenen anderen Alterssicherungssystemen, etwa der gesetzlichen Rentenversicherung, angerechnet werden. Damit profitieren insbesondere Selbstständige von dem System, die keiner Rentenversicherungspflicht unterliegen und grundsätzlich die vollen 20.000 Euro zugunsten einer Rürup-Rente verwenden können. Bei Zusammenveranlagung von Ehegatten oder Lebenspartnern verdoppelt sich dieser Betrag auf 40.000 Euro. Im Jahr 2017 sind die Beiträge innerhalb dieser Höchstgrenze zu 84 Prozent als Sonderausgaben abzugsfähig. Der abzugsfähige Anteil steigt Jahr für Jahr um zwei Prozentpunkte, so dass ab dem Jahr 2025 die Beiträge zu 100 Prozent die Steuerlast mindern.

Rürup-Rente: steuerliche Entlastung in der Ansparphase

Anteil der Aufwendungen zur Rürup-Rente, die als Vorsorgeaufwand geltend gemacht werden können

Rentenleistungen unterliegen einer gestaffelt ansteigenden Besteuerung

Im Gegenzug unterliegen die Rentenleistungen aus Rürup-Verträgen – ebenso wie solche aus der gesetzlichen Rente – einer gestaffelt ansteigenden Besteuerung als "sonstige Einkünfte". Renten, die im Jahr 2012 begannen, sind lebenslang zu 64 Prozent mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Der steuerpflichtige Anteil erhöht sich für jedes spätere Renteneintrittsjahr bis 2020 um jährlich zwei Prozentpunkte, anschließend jährlich um einen Prozentpunkt, bis ab dem Jahr 2040 die Rentenleistungen vollständig besteuert werden.