Lexikon

Absolute Return Fonds

Absolute Return Fonds streben ebenso wie Total Return Fonds eine marktunabhängige Rendite an. Diese soll durch die gezielte Auswahl einzelner Wertpapiere bzw. anderer Investments erreicht werden. Die Wertentwicklung hängt somit maßgeblich von der aktiven Anlageentscheidung des Fondsmanagers ab.

Ein Absolute Return Fonds kann eine verbindliche oder unverbindliche Garantie aussprechen. In diesen Fällen gehört er zu den wertgesicherten Fonds.

Grundsätzliche Informationen zu Fonds: siehe Investmentfonds

AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft (AIF-KVG)

Eine AIF-KVG ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft die mindestens ein AIF verwaltet.

Siehe auch OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaft (OGAW-KVG)

AIFM-Richtlinie (AIFMD)

Die europäische AIFM-Richtlinie (Alternative Investment Fund Managers Directive) reguliert Manager von alternativen Investmentfonds. Sie betrifft alle Manager offener und geschlossener Fonds, die nicht bereits durch die OGAW-Richtlinie reguliert sind. 

Die Umsetzung in Deutschland erfolgte im Kapitalanlagegesetzbuch.

AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz

Mit dem AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz wurde im Zuge der Umsetzung der AIFM-Richtlinie das Investmentsteuergesetz und das Umsatzsteuergesetz in Deutschland an das Kapitalanlagegesetzbuch angepasst.

Aktienfonds

Aktienfonds investieren schwerpunktmäßig in Aktien, also in Anteile an börsennotierten Unternehmen.

Grundsätzliche Informationen zu Fonds: siehe Investmentfonds

Aktiengewinn

Kapitalgesellschaften erzielen Gewinne aus dem Verkauf von Aktien körperschaftsteuerfrei. Für Einzelunternehmer sind diese Gewinne zu 40% einkommensteuerfrei.

Der sogenannte „Aktiengewinn“ überträgt dieses steuerliche Ergebnis auch auf Anlagen in Investmentfonds. Betriebliche Anleger werden so versteuert, als hätten sie nicht Fondsanteile erworben und wieder veräußert, sondern anteilig die im Fondsvermögen enthaltenen Vermögensgegenstände.

Gewinne aus dem Verkauf von Fondsanteilen, die aus einem Wertzuwachs von Aktien des Fondsvermögens in der Besitzzeit des Anlegers resultieren, sind daher für betriebliche Anleger ganz bzw. zu 40% steuerfrei.

Alternative Anlagefonds

Alternative Anlagefonds investieren abseits traditioneller Anlageschwerpunkte und können eine Vielzahl unterschiedlicher Anlageinstrumente einsetzen. Hierzu gehören zum Beispiel Beteiligungsmodelle und Mikrofinanzfonds.

In der Regel beziehen sich die Investments auf Rohstoffmärkte oder exotische Nischenmärkte. Diese werden direkt oder mittelbar (synthetisch) abgebildet, zum Beispiel durch die physische Einlagerung von Edelmetallen oder einen Terminkontrakt über Holz oder Agrarrohstoffe.

Es gibt derzeit nur wenige alternative Anlagefonds auf dem deutschen Markt.

Grundsätzliche Informationen zu Fonds: siehe Investmentfonds

Alternative Investmentfonds (AIFs)

Als AIFs werden im Kapitalanlagegesetzbuch alle geschlossenen Fonds eingestuft. Darüber hinaus zählen zu den AIFs auch die investmentrechtlich regulierten offenen Investmentfonds, die nicht als OGAW gelten. Das sind insbesondere offene Spezialfonds und offene Immobilienfonds.

Siehe auch OGAW (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren)

Altersvorsorge-Fonds (AS-Fonds)

Altersvorsorge-Fonds sind regulierte Sondervermögen, die nach dem Investmentgesetz reguliert wurden. Nach in Kraft treten des Kapitalanlagegesetzbuch im Juli 2013 dürfen AS-Fonds nicht mehr aufgelegt werden. Bestehende Fonds haben Bestandsschutz. AS-Fonds legen das Fondsvermögen mit dem Ziel des langfristigen Vorsorgesparens an, beispielsweise in Aktien, Anleihen oder Immobilienfonds. 

Grundsätzliche Informationen zu Fonds: siehe Investmentfonds

Altersvorsorge-Sondervermögen

AnsFuG (Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz)

Das AnsFuG verstärkt seit 2011 das Aufsichtsrecht für Wertpapierdienstleistungen. Unter anderem regelt es

  • die Anforderungen an Anlageberatungen, beispielsweise mit einem Informationsblatt über jedes Finanzinstrument für Privatkunden,
  • Qualifizierungs- und Registrierungspflichten für Anlageberater, Vertriebs- und Compliance-Beauftragte und
  • Änderungen zu offenen Immobilienfonds, beispielsweise bezüglich der Verfügbarkeit von Fondsanteilen.

Anteil

Anteilklasse

Ein Investmentfonds kann unterschiedliche Arten von Fondsanteilen mit unterschiedlichen ISIN/Wertpapierkennnummern herausgeben. Die Anteilklassen können sich beispielsweise in der Gebührenstruktur oder der Währung des Anteils unterscheiden.

Anteilwert

Der Anteilwert ist der Wert eines Fondsanteils. Er ergibt sich aus dem Fondsvermögen geteilt durch die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile.

Asset Management

Asset Management bedeutet Vermögensverwaltung. Vermögensverwalter (Asset Manager) steuern das Anlagevermögen privater oder institutioneller Anleger nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten.

Ausgabeaufschlag

Beim Kauf eines Fondsanteils zahlt der Anleger meist einen Ausgabeaufschlag. Das ist die Differenz zwischen dem Ausgabepreis und dem Anteilwert. Der Ausgabeaufschlag variiert je nach Fondsart und Vertriebsweg und deckt üblicherweise die Beratungs- und Vertriebskosten.

Ausgabepreis

Der Ausgabepreis eines Fondsanteils errechnet sich aus Anteilwert plus Ausgabeaufschlag. Er ist der Preis, den ein Anleger bei Kauf eines Anteils an die Fondsgesellschaft zahlt. Er wird von der Fondsgesellschaft in der Regel börsentäglich veröffentlicht.

Ausschüttung

Ausschüttende Fonds zahlen die erwirtschafteten Erträge als sogenannte Ausschüttung an die Anleger aus.

Gegenteil: Thesaurierung

Auszahlplan