Aktienfonds gegen die Geldentwertung

© Christian Jung / Fotolia.com

Aktienfonds gegen die Geldentwertung

Die Deutschen legen ihr Geld mehrheitlich auf dem Sparbuch, Tagesgeld- und Festgeldkonten an oder lassen es auf dem Girokonto liegen. Noch immer vertrauen viele Bundesbürger auf die vermeintliche Sicherheit von Zinsprodukten. Doch die Realität sieht anders aus. Jeder deutsche Sparer hat im vergangenen Jahr im Schnitt 470 Euro verloren. Insgesamt erlitten sie 2018 laut Berechnungen von Comdirect einen Rekordverlust von 38,9 Milliarden Euro durch Geldeinlagen, die niedrige Zinsen abwerfen. Der Grund für die Entwicklung waren die Sparzinsen, die unterhalb der Inflationsrate lagen. Im zweiten Quartal letzten Jahres lag sie bei durchschnittlich 1,93 Prozent. Gleichzeitig warfen aber Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen im Schnitt nur durchschnittlich 0,19 Prozent ab. Der sogenannte Realzins lag im abgelaufenen Jahr bei minus 1,74 Prozent. Das Ersparte wird also weniger wert. Um die Ersparnisse vor einem Geldverlust zu schützen, sind in der aktuellen Niedrigzinsphase Anlagen in Wertpapieren notwendig, so die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften.

Aktien bieten beispielsweise im Unterschied zu niedrig verzinsten Anlageformen die Möglichkeit des Vermögenserhalts. Neben dem Sachwertcharakter der Aktie profitieren Aktionäre wie auch Anleger in Aktienfonds vom Wachstum der Unternehmen. Über die Dividenden nehmen Anleger außerdem am Erfolg eines Unternehmens teil.

Dass Aktienanlagen gute bzw. ausgeprägte wirtschaftliche Kenntnisse voraussetzen, ist ein Vorurteil vieler Deutscher. Daher traut sich nicht jeder Sparer zu, Unternehmen und Märkte zu analysieren, um die besten Aktien für sein Depot zu wählen. Das ist aber eine Stärke von Fondsmanagern. Sie suchen nach Kriterien wie Bilanzkennzahlen und der Bewertung des Geschäftsmodells die geeigneten Unternehmen für das Portfolio aus.

Ein Blick in den Rückspiegel zeigt, dass sich ein Sparplan auf Fonds, die in deutsche Aktien investieren, lohnen kann: Wer in den zurückliegenden 25 Jahren beispielsweise monatlich 100 Euro in deutsche Aktienfonds investiert hat, zahlte insgesamt 30.000 Euro ein. Der Sparplan brachte ihm per Ende September 2018 im Mittel rund 67.705 Euro ein. Das entspricht einer Wertentwicklung von durchschnittlich 6,0 Prozent im Jahr.

Es kann sich also lohnen, einen Teil der Ersparnisse stärker in Aktien und Aktienfonds anzulegen. Dabei sollte der Sparer zusammen mit einem Anlageberater entsprechend seiner Risikobereitschaft eine für ihn geeignete Quote von Aktien und Aktienfonds festlegen.

Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

Möchten Sie regelmäßig vom BVI informiert werden? Dann melden Sie sich hier für unseren Info-Service an:

Zum BVI Info-Service