Bitcoin: Im digitalen Goldrausch

Bitcoin: Im digitalen Goldrausch

Digitale Zahlungsmittel sind in aller Munde, weil einige dieser Währungen fast märchenhafte Kursanstiege verzeichnen. Der Bitcoin ist das wohl bekannteste digitale Zahlungsmittel. Notierte er Anfang Januar 2017 bei 1.000 Dollar, musste man zuletzt rund 14.000 Dollar für eine virtuelle Münze zahlen. Bitcoin ist allerdings nicht die einzige Kryptowährung. Mittlerweile gibt es mehr als 1.400 verschiedene digitale Zahlungsmittel, deren Beliebtheit als Spekulationsobjekte stark zugenommen hat. Bitcoin wird über spezielle Internetplattformen oder -Börsen gehandelt. Der Sparer kann die Kunstwährung aber nicht einfach bei seiner Bank gegen Euro umtauschen oder mit ihnen im Supermarkt die Einkäufe bezahlen. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.

Der digitale Goldrausch ist reizvoll. Doch Kryptowährungen bergen erhebliche Risiken. So haben bereits einige Länder den Handel mit ihnen verboten. Außerdem litten die Kurse zuletzt unter kräftigen Schwankungen von bis zu zehn Prozent in die eine oder andere Richtung. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnte unlängst vor möglichen Verlusten durch Investitionen in Bitcoin. Diesen als „Digitalwährung“ zu bezeichnen, sei irreführend: „Ein Zahlungsmittel sollte ja eine Wertstabilität aufweisen. Diese Eigenschaft fehlt dem Bitcoin.“

Anlageprodukte, die in einen Korb von mehreren Digitalwährungen investieren, um Verlustgefahren zu senken, gibt es derzeit noch nicht. So verlockend der rasante Wertzuwachs einzelner Digitalwährungen auch ist, eine Spekulation gleicht einem Einsatz in einem Spielkasino. Ein vernünftiger Vermögensaufbau mit einem überschaubaren Risiko benötigt dagegen Zeit. Ein Vermögensverwalter kann helfen, zusammen mit dem Anleger finanzielle Ziele und Möglichkeiten zu bestimmen und ein Anlagekonzept zu entwickeln, das zu seinem Risikoprofil passt.

Attraktive Renditen sind mit Fonds möglich, die im Unterschied zu Bitcoin durch den Gesetzgeber reguliert und kontrolliert werden. Das zeigen beispielsweise Fonds, die in deutsche Aktien investieren. Sie erzielten in den zurückliegenden 15 Jahren im Durchschnitt einen Gewinn von 9 Prozent jährlich.

Anleger können über Sparpläne auf Aktienfonds schon mit kleinen Beträgen an der Entwicklung von Unternehmen teilhaben. Die breite Anlage des Vermögens in unterschiedliche Branchen, Länder und Kapitalmärkte verteilt die Risiken. Außerdem werden die Gelder der Anleger in der Regel als Sondervermögen verwahrt – getrennt von der Bilanz der Fondsgesellschaft. Das macht Fonds insolvenzsicher.

Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter www.bvi.de/finanzwissen.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

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