Dividenden helfen beim Kapitalerhalt

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Dividenden helfen beim Kapitalerhalt

Die Zinsen von Bundesanleihen reichen nicht mehr zum Kapitalerhalt aus, da sie sich bis zu einer Laufzeit von neun Jahren in negativem Terrain bewegen. Anleger bezahlen also dafür, dass ihr Geld in Bundesanleihen sicher angelegt ist. Im Gegensatz dazu bieten Aktien über ihre Dividendenzahlungen überdurchschnittlich hohe Renditen. Gemessen an dem MSCI Europe Index liegt die durchschnittliche Dividendenrendite aktuell bei 3 Prozent. Eine Studie der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors zufolge war der Abstand zwischen den Zinseinnahmen der deutschen Staatsanleihen und den Dividendenrenditen im historischen Rückblick selten so hoch wie heute. Dividendenzahlungen von europäischen Aktiengesellschaften rücken daher zur Erzielung von Kapitaleinkommen immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.

Die Ausschüttungen der Unternehmen haben darüber hinaus noch einen anderen positiven Effekt: Sie helfen bei der Stabilisierung eines Depots. Die Untersuchung der Fondsgesellschaft zeigt, dass sich die Dividendenausschüttungen zu den Kursveränderungen addieren. Sie tragen seit 1973 zu einem Anteil von mehr als 40 Prozent an der annualisierten Wertentwicklung europäischer Aktien bei. In ähnlicher Größenordnung ist dieser Effekt auch bei amerikanischen und asiatischen Aktien zu beobachten. Dividendenstarke Aktien zeigen darüber hinaus geringere Kursausschläge als die Aktien von Unternehmen, die weniger Dividenden ausschütten. Die Ausschüttungen der Unternehmen dienen in schwierigen Zeiten auch als Puffer für Verlustrisiken.

Bei der Auswahl der Aktien sind die zukünftig zu erwartenden Dividendenzahlungen wichtig und weniger die Ausschüttungen, die Unternehmen in der Vergangenheit bezahlt haben. Bei der Auswahl der geeigneten Aktien kann ein Fondsmanager, der Fonds verwaltet, die in Unternehmen mit hohen Dividendenrenditen investieren, helfen. Der Fondsmanager sucht nach Kriterien wie Bilanzkennzahlen und den Dividendenzahlungen in der Vergangenheit sowie der Bewertung des Geschäftsmodells die geeigneten Unternehmen für das Portfolio aus.

Der Sparer investiert über Fonds so in ein breites Sortiment verschiedener Aktien, welches die Kursschwankungen im Vergleich zu einem Einzelinvestment regelmäßig deutlich senkt. Wie beim Vermögensaufbau sollte der Anleger auch bei Dividendenfonds einen langen Atem haben, um vom positiven Effekt der Dividendenzahlungen profitieren zu können.

Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter www.bvi.de/finanzwissen.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

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