Krisen eröffnen Chancen

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Krisen eröffnen Chancen

Die Ankündigung von US-Sanktionen nach dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat die Aktienmärkte kalt gelassen. Am US-Aktienmarkt kletterten die Kurse weiter und auch der DAX zeigte keine Schwächezeichen. Ein Blick zurück zeigt denn auch, dass Krisen Aktienbörsen meist nur kurzfristig einen Dämpfer verpassten. So haben die Aktienmärkte die während der beiden Weltkriege oder des Irakkrieges 2003 erlittenen Verluste innerhalb weniger Jahre wieder ausgeglichen. Nicht umsonst gibt es die Börsenweisheit, dass „politische Börsen kurze Beine haben“. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Die Kursentwicklung wird eher von den Erwartungen der Marktteilnehmer, langfristigen Unternehmensdaten, der Zinsentwicklung und weltwirtschaftlichen Lage bestimmt. Das zeigt die langfristige Wertentwicklung. So erzielte der deutsche Aktienmarkt seit 1900 eine durchschnittliche jährliche Rendite nach Abzug der Inflation von 3,4 Prozent. Amerikanische Aktien kamen jährlich sogar auf eine von 6,5 Prozent im Schnitt. Diese Entwicklung zeigt, dass sich Aktien trotz zeitweiser erlittener Verluste auszahlen.

Der Anleger ist ohnehin gut beraten, seine Entscheidungen für ein Aktieninvestment langfristig zu treffen und sich an den Geschäftsdaten der Unternehmen und der Entwicklung der Weltwirtschaft zu orientieren. Er sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass er bei einem Aktienkauf an der Unternehmensentwicklung mit allen Chancen und Risiken partizipiert. Wer solche unternehmerische Risiken minimieren möchte, sollte sein Kapital über verschiedene Anlageklassen streuen.

Eine Möglichkeit dafür bieten Aktienfonds. Bei diesen bewerten Fondsmanager die Unternehmensentwicklung und kümmern sich fortwährend um die Streuung und das Management der Gelder. Und sie können Kurseinbrüchen dafür nutzen, um Aktien günstig zuzukaufen. So erzielten Sparer mit Fonds, die in deutsche Aktien investieren, in den zurückliegenden 15 Jahren bis März 2018 im Schnitt ohne Berücksichtigung der Inflation eine Rendite von 10,6 Prozent jährlich. In diesem Zeitraum konnte der Anleger also sein eingesetztes Kapital verviereinhalbfachen.

Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter www.bvi.de/finanzwissen.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“. 

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