Mit Aktien aus der Zinsfalle

Mit Aktien aus der Zinsfalle

Mit Aktien aus der Zinsfalle

Deutsche Sparer sitzen in der Zinsfalle. Da sie 2,3 Billionen Euro in Form von Tagesgeld, Festgeld, Spareinlagen, Anleihen und Schuldverschreibungen angelegt haben, verschenken sie Geld. Nach Berechnungen des BVI hat jeder deutsche Haushalt seit 2010 Zinseinbußen von 5.000 Euro gehabt. In dieser Berechnung sind die geringeren Kosten für Kredite berücksichtigt. Belässt der Deutsche sein Geld auf dem Sparbuch, verschenkt er nach Berechnungen der DZ Bank in den kommenden 20 Jahren 14.000 Euro pro Haushalt. Mit höheren Zinsen ist in den nächsten Jahren indes nicht zu rechnen. Zusätzlich könnte die Inflation steigen: Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Inflationsrate hierzulande von derzeit 1,5 Prozent bis 2022 auf 2,4 Prozent steigen – bei weiter niedrigen Zinsen. Sparer müssen daher andere Anlageformen wählen, wollen sie ihre Ersparnisse vor einem weiteren Kaufkraftverlust schützen, so die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften.

Eine Alternative zum Sparbuch sind Aktien oder Aktienfonds. Denn Aktiengesellschaften besitzen reale Werte wie Grundstücke, Produktionsanlagen und Bürogebäude. Darüber hinaus profitieren Aktionäre und Besitzer von Aktienfondsanteilen vom Wachstum der Unternehmen. Wer vor drei Jahren alle Aktien aus dem deutschen Leitindex DAX gekauft hätte, hätte seitdem im Schnitt einen Kursgewinn von 18 Prozent erzielt. Neben den kräftigen Kursgewinnen profitierte der Sparer auch von den Dividendenzahlungen. Die Kursteigerungen und die Ausschüttungen summierten sich in den zurückliegenden drei Jahren insgesamt auf einen Gewinn von 28 Prozent.

Wer wegen der hohen Schwankungsanfälligkeit das Risiko einer Einzelaktienauswahl scheut, kann auch über einen Sparplan über Aktienfonds breit gestreut in Aktien anlegen. Schon mit 25 Euro monatlich können Sparer mit Aktienfonds regelmäßig sparen. Wer in den zurückliegenden zehn Jahren beispielsweise monatlich 100 Euro in deutsche Aktienfonds investierte, zahlte insgesamt 12.000 Euro ein und verfügte Ende März über rund 18.558 Euro. Das entspricht einer Wertsteigerung von 8,4 Prozent im Jahr. Das liegt deutlich über dem Zinssatz, den Anleger auf dem Sparbuch bekommen.

Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter www.bvi.de/finanzwissen.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

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