Wertpapiertransaktionsstandards

Standardisierung von Geschäftsprozessen im Portfoliomanagement und Anteilscheinhandel

Die Fondsgesellschaften arbeiten mit einer Vielzahl von Beratern, Asset Managern, Brokern und Verwahrstellen zusammen. Dabei entstehen laufend zahlreiche unterschiedliche Schnittstellen, die gepflegt werden müssen.

Die folgenden Empfehlungen des BVI vereinfachen die Standardisierung der Geschäftsprozesse im Portfoliomanagement und im Anteilscheinhandel.


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Externe Geschäftskommunikation

BVI-Excel-Sheets

Kommunikation zwischen Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) und Advisor/Asset-Manager
(„BVI-Excel-Sheets“)

BVI-Excel-Sheets: Version 6.

Die Version 6. steht nur in englischer Sprache zur Verfügung. In allen Excel-Sheets wird eine Versionsnummer integriert (z.B. Version 6 zur Veröffentlichung im Jahr 2018). Änderungen in den Excel-Sheets gegenüber den Vorversionen werden wie folgt kenntlich gemacht:

  • 0 = keine Änderungen zur Vorversion 
  • 1 = Änderungen zur Vorversion

Alle Excel-Sheets als .zip herunterladen

Der Einsatz der BVI-Excel-Sheets dient ausschließlich der Kommunikation über Transaktionsempfehlungen bzw. -orders zwischen Advisor/Asset Manager und KVG. Der BVI erwartet, dass Geschäftsbestätigungen und Lieferinstruktionen nur in den ISO 15022 Formaten (MT 51x bzw. MT 54x) vorgenommen werden (vgl. BVI-Wertpapiertransaktionsstandards „Externe Geschäftskommunikation von  Kapitalverwaltungsgesellschaften/Handel und Abwicklung“).

Der BVI-Ausschuss Administration und Standardisierung hat in Kooperation mit den Verwahrstellen beschlossen, das Excel-Sheet für die Wertpapiere (Aktien/Rentenprodukte) durch eine automatisierte SWIFT-Lösung zu ersetzen. SWIFT hat dazu in Kooperation mit dem BVI eine Lösung entwickelt, um das genannte BVI-Excel-Sheet automatisch in eine SWIFT Nachricht (MT541/MT543) umzuwandeln und per eigenem SWIFT Anschluss zu versenden (vgl. bitte SWIFT-Präsentation).

Der BVI erwartet, dass die „BVI-Excel-Sheets“ nur in dieser Weise für die Kommunikation zwischen der KVG und dem Advisor/Asset Manager genutzt werden.

Informationsflyer
SWIFT-Vortrag vom Oktober 2016


BVI-Excel-Sheet: Entwürfe

Der BVI stellt den Marktteilnehmern die Entwürfe verschiedener BVI-Excel-Sheets zur Verfügung. Die Einführung eines Umsetzungszeitrahmens ist nicht vorgesehen. Bisher liegen zu den Produkten  zu wenige Erfahrungen der KVGs bzw. Asset Manager vor, um die Excel-Sheet als Empfehlung/Standard analog zur Version 6. zu nutzen. Das Excel-Sheet kann in der Geschäftskommunikation zwischen Advisor/Asset Manager und KVG verwendet werden.

Folgende Excel-Sheets stehen als Entwürfe zur Verfügung:

Für Anmerkungen sowie Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner im BVI:

Felix Ertl
felix.ertl@remove-this.bvi.de
Fon: +49 69 15 40 90 262

CCP-geclearte Geschäfte: Compressions-Sheet

CCP-geclearte Geschäfte und Anzeige der Compression: Erstellung eines Compression-Sheets

Im Kontext der Compression für CCP-geclearte Geschäfte wird erörtert, wie der (ausgelagerte) Asset Manager der KVG eine Compression von zwei oder mehreren Geschäften anzeigen könnte. Der BVI stellt den Entwurf eines Excel-Sheets  für die Anzeige der Compression von CDS geclearten Geschäften von dem (ausgelagerten) Asset Manager an die KVG zur Verfügung.

Compression-Sheet

Frankfurt,  Oktober 2018

Für Anmerkungen sowie Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner im BVI:

Felix Ertl
felix.ertl@remove-this.bvi.de
Fon: +49 69 15 40 90 262

KVG-Verantwortung für die Prüfung der Liefer- und Kontoinformationen (SSIs)

Standing Settlement Instructions, SSI

Für eine fristgerechte Abwicklung eines Wertpapiergeschäftes sind auch die Liefer- und Kontoinformationen (Standing Settlement Instructions, SSI) mit den Geschäftspartnern (z.B. Broker und Verwahrstelle)abzustimmen. Eine effiziente Möglichkeit zur Pflege und der Übermittlung der SSI-Daten von KVG, Broker/Dealern und Verwahrstellen bieten zentrale SSI-Datenbanken.

Der Ausschuss Administration und Standardisierung hat eine Empfehlung zur SSI-Prüfung für die Mitgliedsgesellschaften erstellt. 

Empfehlung SSI-Prüfung

EMIR-Besicherungspflichten für Segmente in Masterfonds

Empfehlung des BVI-Ausschusses Administration und Standardisierung zur Besicherung von Segmenten in Masterfonds für bilateral abgeschlossene OTC-Derivate

Seit dem 1. März 2017 müssen regulierte Investmentvermögen (OGAW/AIF) bilateral abgeschlossene Geschäfte in OTC-Derivaten mit Variation Margin besichern. Dabei umfasst der Austausch der Sicherheitsleistungen die sogenannte "Variation Margin", d.h. Nachschüsse, die dem regelmäßigen Ausgleich von Wertschwankungen des OTC-Derivatekontraktes dienen.

Der Ausschuss empfiehlt den Mitgliedsgesellschaften, die Besicherung von Segmenten auf  Masterfonds-Ebene vorzunehmen.

Empfehlung zur Besicherung von Segmenten in Masterfonds

Portfolioübertragungen

Standards für Portfolioübertragungen

Standards für Portfolioübertragungen

Anteilscheinhandel

Market Practice für den Anteilscheinhandel in Deutschland

Vorwort
Anteilscheingeschäft Investmentfonds
Standardisierung des Anteilscheingeschäftes mit dem ISO 20022 Nachrichtenformat

Market Practice für den Anteilscheinhandel in Europa

EFAMA, Market Practice Working Document

Effizientes Investmentfondsgeschäft durch Standardisierung

Empfehlungen des BVI und des PRAXISFORUMS DEPOTBANKEN

Provisionsreporting

Der Einsatz von externen Vertriebspartnern ist in vielen Kapitalverwaltungsgesellschaften tägliche Praxis. KVGs arbeiten mit einer Vielzahl von Vertriebspartnern aus der Kredit- und der Versicherungswirtschaft, mit Vermögensverwaltern, freien Vermittlern und anderen Vertriebsgesellschaften zusammen.

In jeder einzelnen Geschäftsbeziehung zwischen der KVG und deren Vertriebspartnern müssen die Verträge, „Service Level Agreements“ und die Wege der Datenübertragung bilateral definiert werden. Dies gilt z.B. auch für die Verfahren zur Meldung von Beständen, Transaktionen und Überträgen von den Vertriebspartnern bzw. den Lagerstellen an die KVGs zur Abrechnung von Provisionsansprüchen. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Schnittstellen wird mit großem Aufwand und unter Inkaufnahme erheblicher operationeller und finanzieller Risiken gepflegt. Die notwendigen Geschäftsabläufe sind selten automatisiert.

Nicht zeitgerechte und nicht über die gesamte Vertriebskette abgestimmte Meldungen verhindern eine zeitnahe Abrechnung und mindern deren Qualität.

Standardisierte Musterschnittstellenbeschreibung

Da bei den Verfahren zur Meldung von Beständen, Transaktionen und Überträgen von den Vertriebspartnern bzw. den Lagerstellen an die KVGs zur Abrechnung von Provisionsansprüchen ein Standard auf Basis von ISO 20022 noch nicht verfügbar ist, hat der BVI eine standardisierte Musterschnittstellenbeschreibung erarbeitet, um den Aufwand für die Bearbeitung unterschiedlicher Formate zu reduzieren. Der Standard geht davon aus, dass die Lagerstelle(n) des Vertriebspartners die Bestände, Transaktionen und Überträge in Fonds getrennt nach den eigen- und fremdvermittelten Fonds an die KVGs melden. Damit soll die tägliche Kommunikation über die Datengrundlagen für Abrechnung von Provisionen zwischen einer Vielzahl von Vertriebspartnern, Lagerstellen und KVGs erleichtert werden.

Den Standard können Sie nachfolgend herunterladen:

Meldung für Provisionsabrechnung

Securities Market Practice Group

Securities Market Practice Group (SMPG)

Die SMPG erstellt für die Bereiche Corporate Actions, Settlement & Reconcilation sowie Investmentfonds globale Leitlinien (so genannte „Market Practices“) für den praktischen Einsatz von ISO-Wertpapierhandelsstandards.