Private Altersvorsorge

Der Staat fördert die private Altersvorsorge gezielt in Form der so genannten Riester-Rente durch Zulagen und Steuervorteile. Von den insgesamt 16,6 Millionen Riester-Verträgen entfallen 3,3 Millionen Verträge auf reine Fondssparpläne. Die Fondsgesellschaften verwalteten darin Mitte 2018 ein Vermögen von 28 Milliarden Euro.

Vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfelds ist es dringend geboten, die Rahmenbedingungen der privaten Altersvorsorge zu verbessern und renditestarke Anlagen zu fördern. Es gilt, die Attraktivität der privaten Altersvorsorge zu stärken, sie gezielt weiterzuentwickeln und somit Impulse für das eigenverantwortliche Sparen zu setzen. Auch die Politik bekennt sich zur privaten Altersvorsorge und spricht sich für eine Weiterentwicklung der Riester-Rente hin zu einem attraktiven Standardprodukt aus.

Hierzu schlägt der BVI vor, den Kreis der Förderberechtigten zu erweitern, die Fördersystematik zu vereinfachen und den Förderrahmen anzuheben sowie die Komplexität weiter abzubauen. Des Weiteren sollte die Beitragsgarantie flexibler ausgestaltet werden, um die individuellen Kundenbedürfnisse besser berücksichtigen zu können.  

Mehr dazu lesen Sie in der Position des BVI zum Standard-Riester-Produkt.

Nur Wettbewerb sorgt für attraktive Produkte

Insgesamt sollten für alle geförderten Altersvorsorgeprodukte – insbesondere durch steuerliche Gleichbehandlung – gleiche Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden.

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Betriebliche Altersvorsorge

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz enthält ein Maßnahmenpaket, um eine weitere Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) zu erreichen.

Betriebsrentenstärkungsgesetz ist Meilenstein

Dazu gehört ein Sozialpartnermodell mit freiwilligem Opting-out, Zielrente und Garantieverbot. Es bietet Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber profitieren von der reinen Beitragszusage im Sozialpartnermodell, weil sie nicht mehr für die Höhe der Auszahlungen haften. Das macht die bAV für mittlere und kleine Unternehmen attraktiver. Arbeitnehmer erhalten die Aussicht auf eine profitablere Altersvorsorge, weil die Kapitalanlage von den Kosten der Garantie befreit wird. Geringverdiener profitieren darüber hinaus von der steuerlichen Förderung von Arbeitgeberzuschüssen und davon, dass die bAV in der Rentenphase nicht mehr vollständig auf die Grundsicherung angerechnet wird.

Verzicht auf Garantien macht bAV effizienter

Der Verzicht auf Garantien macht die betriebliche Altersvorsorge insgesamt effizienter, weil Aktien mehr als bisher zur Rendite der Kapitalanlage beitragen können. Damit kann die bAV ihrem sozialpolitischen Auftrag zur Sicherung der finanziellen Basis für das Alter gerecht werden.

Das Gesetz ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten.

BVI-Position Betriebliche Altersversorgung vom 26. Juni 2017

Pressemitteilung vom 29. Mai 2017

Stellungnahmen zu anderen Themen in chronologischer Reihenfolge finden Sie hier:

BVI-Stellungnahmen


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