Betriebliche Altersvorsorge

Das geplante Betriebsrentenstärkungsgesetz enthält ein Maßnahmenpaket, um eine weitere Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) zu erreichen.

Betriebsrentenstärkungsgesetz ist Meilenstein

Dazu gehört ein Sozialpartnermodell mit freiwilligem Opting-out, Zielrente und Garantieverbot. Es bietet Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber profitieren von der reinen Beitragszusage im Sozialpartnermodell, weil sie nicht mehr für die Höhe der Auszahlungen haften. Das macht die bAV für mittlere und kleine Unternehmen attraktiver. Arbeitnehmer erhalten die Aussicht auf eine profitablere Altersvorsorge, weil die Kapitalanlage von den Kosten der Garantie befreit wird. Geringverdiener profitieren darüber hinaus von der steuerlichen Förderung von Arbeitgeberzuschüssen und davon, dass die bAV in der Rentenphase nicht mehr vollständig auf die Grundsicherung angerechnet wird.

Verzicht auf Garantien macht bAV effizienter

Der Verzicht auf Garantien macht die betriebliche Altersvorsorge insgesamt effizienter, weil Aktien mehr als bisher zur Rendite der Kapitalanlage beitragen können. Damit kann die bAV ihrem sozialpolitischen Auftrag zur Sicherung der finanziellen Basis für das Alter gerecht werden.

Das Gesetz soll am 1. Januar 2018 in Kraft treten.

Pressemitteilung vom 29. Mai 2017


Stellungnahme an das BMAS vom 24. November 2016:

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung und zur Änderung anderer Gesetze (Betriebsrentenstärkungsgesetz)

Stellungnahme zur betrieblichen Altersversorgung vom 26. Juni 2017:

Position des BVI zur betrieblichen Altersversorgung

 

Weitere Informationen zur privaten und betrieblichen Altersvorsorge sowie zu Contractual Trust Arrangements (CTAs) finden Sie hier:

Altersvorsorge allgemein
Contractual Trust Arrangements (CTAs)


Stellungnahmen zu anderen Themen in chronologischer Reihenfolge finden Sie hier:

BVI-Stellungnahmen


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Private Altersvorsorge

Der Staat fördert die private Altersvorsorge gezielt in Form der so genannten Riester-Rente durch Zulagen und Steuervorteile. Von den insgesamt 16,5 Millionen Riester-Verträgen entfallen über 3 Millionen Verträge auf reine Fondssparpläne. Die Fondsgesellschaften verwalteten darin Ende 2016 ein Vermögen von 24 Milliarden Euro.

Vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfelds ist es dringend geboten, die Rahmenbedingungen der privaten Altersvorsorge zu verbessern und renditestarke Anlagen zu fördern. Es gilt, die Attraktivität der privaten Altersvorsorge zu stärken, sie gezielt weiterzuentwickeln und somit Impulse für das eigenverantwortliche Sparen zu setzen.

Mit Blick auf die Riester-Rente schlägt der BVI vor, die Zulagen zu erhöhen und den Förderrahmen anzuheben, den Kreis der Förderberechtigten zu erweitern, die Fördersystematik zu vereinfachen, die Komplexität weiter abzubauen, zusätzliche Anreize zu schaffen sowie Fehlsteuerungen zu vermeiden.

Mehr dazu lesen Sie der Position des BVI zur privaten Altersvorsorge.

Die Forderung des BVI, die Riester-Zulagen zu erhöhen, greift das geplante Betriebsrentenstärkungsgesetz auf. Mit der beabsichtigten Erhöhung der Grundzulage von bisher 154 auf 175 Euro gibt die Politik ein klares Bekenntnis zur Riester-Rente.

Nur Wettbewerb sorgt für attraktive Produkte

Insgesamt sollten für alle geförderten Altersvorsorgeprodukte – insbesondere durch steuerliche Gleichbehandlung – gleiche Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden.

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