Brexit

Brexit

Das Vereinigte Königreich hat formell am 29. März 2017 den Austritt aus der EU erklärt. Damit hat die britische Premierministerin Theresa May Artikel 50 des Lissabonner Vertrags ausgelöst – und den Startschuss für schwierige Verhandlungen. Eine endgültige Einigung über sämtliche EU-Vertragsangelegenheiten soll bis spätestens März 2019 erzielt werden.

Je nach Geschäftsmodell kann der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU bei Kapitalverwaltungsgesellschaften Handlungsbedarf auslösen – etwa im Hinblick auf die Auslagerung von Funktionen, die Handelsabwicklung oder den grenzüberschreitenden Vertrieb.

BVI-Position

1. Auslagerung von Funktionen

  • Es besteht kein Bedarf, die regulatorischen Rahmenbedingungen für Auslagerungen aus Anlass des Brexit zu verändern.
  • Ambitionen der ESMA, von der EU-Gesetzgebung nicht gedeckte Voraussetzungen für die Auslagerung zu entwickeln, sind nicht akzeptabel.
  • Die Auslagerung des Portfoliomanagements für einen Fonds an einen Drittstaat-Manager hat keinen MiFID-Bezug.

2. Euro-Clearing 

  • Die Stärkung aufsichtlicher Kompetenzen im Hinblick auf das Euro-Clearing von Derivaten und anderen Finanzinstrumenten ist sinnvoll.
  • Als zentraler Standort für das künftige Euro-Clearing bietet sich Frankfurt an.

3. Grenzüberschreitender Fondsvertrieb zwischen EU27 und UK / OGAW-Dachfonds

  • Das Erlöschen des OGAW-Status von UK-Fonds und der gegenseitigen Passrechte rechtfertigt keine Forderung nach einer Sonderbeziehung zwischen EU27 und UK.
  • Bilaterale Vertriebsabkommen vor allem zwischen Deutschland, Luxemburg und Irland einerseits und UK andererseits sind sinnvoll und sollten erreichbar sein.
     

BVI-Position zum Brexit

BVI-Position zum Euro-Clearing

BVI-Position: Brexit – Wie kann der Fondsstandort Deutschland profitieren?
 

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BVI-Stellungnahmen


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