Legal Entity Identifier (LEI)

Transparenz im außerbörslichen Handel mit Finanzderivaten

Im Zuge der Finanzmarktkrise hat sich die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) verpflichtet, das systemische Risiko im Finanzmarkt zu reduzieren und die Transparenz im außerbörslichen Handel mit Finanzderivaten (sogenannte OTC-Geschäfte vom englischen "over the counter") zu verbessern. Dazu ist es erforderlich, alle Marktteilnehmer eindeutig zu identifizieren.

LEI für Finanzunternehmen und Investmentvermögen

Die G-20 hat den Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board, FSB) beauftragt, ein Legal Entity Identifier (LEI) System zu entwerfen. So sollen alle Geschäftspartner von Finanztransaktionen weltweit eindeutig identifiziert werden. Zukünftig sollen Finanzunternehmen wie Kapitalverwaltungsgesellschaften und jedes einzelne Investmentvermögen einen LEI erhalten. Der LEI soll ein öffentliches Gut sein, dem keine privaten Eigentums- oder Lizenzrechte entgegenstehen. Aufgrund europäischer Vorgaben ist der LEI zukünftig auch gegenüber der Aufsicht zu verwenden.

Stellungnahme an das FSB vom 20. September 2018

Thematic Peer Review on Implementation of the LEI

Stellungnahme an die Europäische Kommission vom 9. Juli 2018

BVI feedback on the Proposal for a Directive amending Directive 2017/1132 as regards the use of digital tools and processes in company law

Stellungnahme an das ROC vom 24. November 2017

BVI`s position on the LEI ROC Consultation Document on Funds Relationship in the Global LEI System

Neu ab 2018

LEI-Code für meldepflichtige Wertpapiergeschäfte

Ab dem 3. Januar 2018 brauchen Banken, Fonds aber auch Einzelpersonen mit Firmenbucheintragung für alle meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte gemäß der MiFID-Verordnung einen so genannten „Legal Entity Identifier“, kurz: den LEI-Code. In unserem Kurzvideo erklärt Rudolf Siebel, Geschäftsführer des BVI, die Funktion des LEI, wer einen LEI benötigt und was passiert, wenn Unternehmen keinen LEI ausweisen können.