EU-Kommission darf PRIIPs-Überprüfung nicht weiter verschieben

EU-Kommission darf PRIIPs-Überprüfung nicht weiter verschieben

Seit vielen Monaten führt der BVI die Kritik an den Mängeln der PRIIPs-Vorschriften an. In einem weiteren Schritt hat der BVI zusammen mit den Banken- und Zertifikateverbänden ein gemeinsames Schreiben an die EU-Kommission geschickt. Die Pressemitteilung dazu verweist auch auf die jüngste Kritik an irreführenden Wertentwicklungs-Szenarien des Marktwächter-Teams. Aus Kreisen der EU-Kommission ist zu hören, dass die für Ende 2018 geplante PRIIPs-Überprüfung um ein Jahr verschoben werden soll. Dies bedeutet, dass die gravierenden Mängel der PRIIPs-Informationsblätter nicht kurzfristig behoben werden können.

Erst kürzlich forderte der BVI eine PRIIPs-Korrektur und Verschiebung des Starttermins für Publikumsfonds. Der BVI schlug vor, den Starttermin für das PRIIPs-KID für Fonds um 24 Monate auf Januar 2022 zu verschieben.

Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbands BVI, zur geplanten Verschiebung der PRIIPs-Überprüfung:

„Die EU-Kommission darf die für Ende 2018 vorgesehene Überprüfung der PRIIPs-Vorschriften nicht weiter verschieben. Angesichts der gravierenden Mängel, insbesondere bei den Angaben zu Kosten und Wertentwicklung, sowie der EU-Wahlen im Mai 2019 muss der Überarbeitungsprozess so früh wie möglich beginnen. Ohne Maßnahmen des Gesetzgebers müssten Publikumsfonds ab 1. Januar 2020 die mangelhaften PRIIPs-KIDs zusätzlich zu den wesentlichen Anlegerinformationen anbieten. Es wäre unverantwortlich gegenüber den Verbrauchern und Anlageberatern, zwei Dokumente mit inkonsistenten Angaben zu einem Fonds vorzuschreiben.“ 


Die BVI-Position zum Thema PRIIPs finden Sie hier.

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