Brexit

Der Austritt des Vereinigten Königreichs ist besiegelt. England ist nun Drittstaat. Wie geht es weiter und was bedeutet das für die Fondsbranche? Die Fakten im Überblick.

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Der Brexit verschärft den Wettbewerb der globalen Finanzzentren auch in der Finanzmarktregulierung. Der BVI bewertet dies grundsätzlich positiv, weil er ein Korrektiv zur Überregulierung in der EU sein kann. Einen Regulierungswettbewerb nach unten lehnt der BVI allerdings ab. Von der Bundesregierung wünscht sich der BVI eine höhere Wertschätzung der Finanzwirtschaft als wichtigen Standortfaktor für Deutschland und mehr Einsatz für einen Abbau der Überregulierung in der EU. Wenn Deutschland eine führende Rolle im europäischen und weltweiten Finanzmarkt spielen soll, muss die Regierung eine positivere Grundeinstellung zur Finanzwirtschaft entwickeln und die Weichen für mehr Wettbewerbsfähigkeit stellen.

Was bedeutet der Brexit für die Anleger?

Anleger in Deutschland, die in englische Fonds investiert sind, können ihre Investitionen weiter halten. Ob sie neue Anlagen in diese Fonds tätigen dürfen, hängt davon ab, ob die englische Fondsgesellschaft ein entsprechendes Anzeigeverfahren bei der deutschen Aufsichtsbehörde BaFin durchlaufen hat. Auskunft darüber kann die Fondsgesellschaft erteilen; zudem findet sich auf der Homepage der BaFin die „Investmentfonds-Datenbank“, die über Vertriebsberechtigungen von Drittstaatenfonds in Deutschland informiert.

Was bedeutet der Brexit für das Portfoliomanagement?

Der BVI hat erfolgreich auf eine Zusammenarbeit der EU27-Behörden mit der britischen Finanzaufsicht hingewirkt, so dass etwa Auslagerungen des Fondsmanagements nach London weiterhin möglich sind. Auch die Auswirkungen auf die Anlageuniversen sind begrenzt. Seit jeher dürfen Fonds unter bestimmten Voraussetzungen in Drittstaaten investieren, das wird auch mit dem Vereinigten Königreich funktionieren.

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