Sommerabend in Berlin

Über 350 Gäste beim Sommerabend des BVI in Berlin

Über 350 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft waren am 15. Mai 2019 der Einladung des BVI zum traditionellen Sommerabend ins Dachgartenrestaurant auf den Reichstag in Berlin gefolgt. Christian Lindner rief in seiner Ansprache dazu auf, Kapitalmärkte als eine Standort- und Zukunftschance zu begreifen und nicht nur mit Risiken und Misstrauen in Verbindung zu bringen.

Er wünsche sich mehr Kleinanleger sowie Kleinaktionäre und warb für die Wiedereinführung der Spekulationsfrist bei langfristigen Wertpapieranlagen. Die Menschen würden sich stärker soliden Wertpapieren zuwenden, wenn sie wüssten, dass sich die private langfristige Anlage rentiere. Eine Finanztransaktionssteuer, Enteignungsdebatten oder Verbraucherschutzregeln, die selbst Verbraucher nicht wollten, seien kontraproduktiv und schädlich.

Ähnlich hatte zuvor Thomas Richter in seiner Begrüßung argumentiert und für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Fondsindustrie geworben. Damit diese im globalen Wettbewerb bestehen könne, müssten künftig Standort- und Wettbewerbsfragen bei allen Regulierungsvorhaben von Anfang an berücksichtigt werden. Zudem müssten Fehlentwicklungen gestoppt werden, bevor Schaden entstehen könne. Besonders in der Debatte um Nachhaltigkeit in den Finanzanlagen gäbe es rote Linien, die man überschreiten würde, wenn die finale Anlageentscheidung nicht beim Anleger bleibt. Die Diskussion um einen Staatsfonds in der privaten Altersvorsorge sei der falsche Weg und trage nicht dazu bei, Vertrauen in die Kapitalmärkte aufzubauen.