Profitieren vom Wertzuwachs

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit Investmentfonds zu sparen und von den Vorteilen der Fondsanlage zu profitieren. Bei der Einmalanlage verteilt der Sparer sein Geld schon mit nur einem Fonds auf viele Wertpapiere oder Immobilien. Der Anleger profitiert von deren Wertzuwachs und reduziert zugleich das Risiko.

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Große Auswahl an Fonds für regelmäßiges Sparen

Investmentfonds-Sparpläne haben bei den verschiedenen Fondsgesellschaften unterschiedliche Namen, das Prinzip ist jedoch immer gleich. Der Sparer zahlt über einen längeren Zeitraum, beispielsweise bis zu seinem 65. Lebensjahr, regelmäßig einen bestimmten Betrag ein. Die Sparrate richtet sich dabei nach den individuellen Möglichkeiten und der Summe, die am Ende zur Verfügung stehen soll.

Von den Sparraten werden Fondsanteile gekauft und in einem Depot verwahrt. Die Auswahl an möglichen Fonds ist sehr groß und sollte sich immer nach dem persönlichen Risikoprofil des Sparers richten. Die geeigneten Fonds sollten in einem persönlichen Gespräch mit einem Finanzberater ausgewählt werden.

Wertentwicklung von Sparplänen

Mit dem Sparplan-Rechner des BVI können Sie direkt verschiedene Optionen berechnen: Sparplan-Rechner

Vom Zinseszins profitieren

Das Kapital vermehrt sich nicht nur durch die Sparraten, sondern auch durch Erträge und wieder angelegte Ausschüttungen, also den Zinseszinseffekt.

Folgende Grafik zeigt beispielhaft, wie sich Investmentfonds-Sparpläne in verschiedenen Fondsarten bei langfristiger Geldanlage in der Vergangenheit ausgezahlt haben (Ergebnis in Prozent pro Jahr). Die Berechnung legt den Ausgabepreis zugrunde und berücksichtigt somit den Ausgabeaufschlag.

Weitere Details zur Wertentwicklung verschiedener Fondsgruppen und einzelner Investmentfonds.

Fondsgruppe20 Jahre30 Jahre
Aktienfonds Deutschland5,8 % p.a.6,9 % p.a.
Aktienfonds international4,7 % p.a.6,2 % p.a
Rentenfonds international
mittlere Laufzeit
3,3 % p.a.4,5 % p.a.
Mischfonds Euro3,7 % p.a.5,3 % p.a.

Einzahlung pro Monat: 100 Euro
Ergebnisse nach BVI-Methode; alle Fondskosten berücksichtigt, inklusive des maximalen Ausgabeaufschlags
Angaben sind Durchschnittswerte der jeweiligen Fondsgruppe in Prozent
Stichtag: 31. Dezember 2016

Geld vom Arbeitsgeber

Vermögenswirksame Leistungen (VL-Sparen) sind Sparbeträge, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Dabei zahlen die Arbeitgeber häufig die Vermögenswirksamen Leistungen teilweise oder sogar komplett zusätzlich zum Gehalt.

Staatliche Förderung mit der Arbeitnehmer-Sparzulage

Der Staat fördert das VL-Sparen in Aktienfonds mit der Arbeitnehmer-Sparzulage. Ausgezahlt wird sie an Alleinstehende mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 20.000 Euro und zusammen Veranlagte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 40.000 Euro.

Ein VL-Depot wird bis zu einem jährlichen Sparbetrag von 400 Euro gefördert. Die staatliche Zulage beträgt 20 Prozent, also bis zu 80 Euro jährlich.

Fristen bei VL-Verträgen

VL-Verträge müssen sechs Jahre lang bespart werden. Hat der Sparer die Arbeitnehmer-Sparzulage in Anspruch genommen, liegen sie noch ein weiteres Jahr fest. Nach dem siebten Jahr, der so genannten Sperrfrist, kann der Sparer über die gesamte Summe aus Einzahlungen, Erträgen und der Arbeitnehmer-Sparzulage verfügen.

Bereits nach dem sechsten Jahr kann der angesparte Betrag auch stehen gelassen und ein weiterer VL-Vertrag bespart werden.

Der Sparer muss die Arbeitnehmer-Sparzulage in seiner Einkommensteuererklärung beim zuständigen Finanzamt beantragen. Eine Bescheinigung des VL-Vertragspartners ist der Steuererklärung beizufügen.

Bestand der staatlich geförderten Anlagen in Investmentfonds

Die Vorteile des Aktienfonds-Sparplans

Investiert ein Anleger seine Vermögenswirksamen Leistungen in einen Aktienfonds-Sparplan, profitiert er einfach und bequem von allen Vorteilen der Fonds wie zum Beispiel ihrer Insolvenzsicherheit. Zusätzlich kann er an Kurssteigerungen am Aktienmarkt teilhaben.

Wertentwicklung von VL-Sparplänen

Über die Wertentwicklung vermögenswirksamer Anlagen in deutsche Aktienfonds mit einer Vertragsdauer von sieben Jahren und Sparplänen mit einer Laufzeit von 10, 15 und 20 Jahren informieren wir unter folgendem Link:

Wertentwicklung VL-Sparpläne mit deutschen Aktienfonds

Liste der aktiv angebotenen VL-Fonds

Der BVI stellt Listen von Aktienfonds zur Verfügung, die als Fonds-Sparpläne mit der Arbeitnehmer-Sparzulage geeignet sind.

Liste der aktiv angebotenen Fonds

Mündelsichere Anlagen

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt die Anlage von Geldern von Personen, die unter Betreuung stehen (sogenannte Mündelgelder). Es enthält einen Katalog von Anlageformen, in die Mündelgeld investiert werden kann (§ 1807). Ein Vormund ist verpflichtet, das Geld des Mündels verzinslich anzulegen (§ 1806). Diese Anlageformen werden als so genannte "mündelsichere Anlagen" bezeichnet. Hierzu gehören beispielsweise Bundeswertpapiere. 

Arten der Anlage

Mündelgeld kann auch anderweitig investiert werden. Die Art der Anlage (zum Beispiel Aktien, Investmentfonds oder Grundbesitz) muss mit den Grundsätzen einer wirtschaftlichen Vermögensverwaltung vereinbar sein. Dies muss ein Vormundschaftsgericht in jedem einzelnen Fall eines Mündels beurteilen und dem Vormund die jeweilige Art der Anlage ausdrücklich gestatten.

Investmentfonds zählen nicht zu den mündelsicheren Anlageformen des  BGB (§ 1807). Die Anlage von Mündelgeldern in Fonds bedarf daher der Gestattung durch das Vormundschaftsgericht. Zahlreiche Fonds sind bereits in verschiedenen Einzelfällen von Vormundschaftsgerichten für die Anlage von Mündelgeldern zugelassen worden. In diesen gerichtlichen Entscheidungen spielen viele Kriterien eine Rolle, zum Beispiel die Sicherheit und wirtschaftliche Vorzüge gegenüber anderen mündelsicheren Anlageformen. Hierbei wird berücksichtigt, welche Vermögensgegenstände der Investmentfonds erwirbt. 

Gerichtliche Ausnahme-Genehmigungen

Der BVI führt eine Liste über die ihm bekannten gerichtlichen Genehmigungen der Anlage von Mündelgeld in Investmentfonds. Diese Liste ist als Überblick gedacht und soll dem Vormund und Vormundschaftsgerichten als Orientierungshilfe dienen. Gerichte sind hieran bei zukünftigen Entscheidungen nicht gebunden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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