Wohlverhaltensregeln

Die bereits 2003 eingeführten Wohlverhaltensregeln des BVI legen freiwillige Standards fest und tragen der Treuhänderschaft Rechnung, die Asset Managern besondere Pflichten gegenüber ihren Anlegern auferlegt.

Die Wohlverhaltensregeln formulieren in fünf Grundsätzen, dass

  1. Fondsgesellschaften keine unangemessenen Kosten und Gebühren erheben sowie Anlegerinteressen nicht durch marktmissbräuchliche Praktiken beeinträchtigen,
  2. Fondsgesellschaften klare Ausführungsgrundsätze zur marktgerechten Abwicklung und eine faire Anlegerbehandlung beachten,
  3. Fondsgesellschaften klar, umfassend und verständlich informieren,
  4. Geschäftsleitung und Aufsichtsrat auf eine gute Corporate Governance der Fondsgesellschaft hinwirken und
  5. Fondsgesellschaften gesellschaftliche Verantwortung in ökologischen, sozialen Belangen sowie zur guten Unternehmensführung (ESG) übernehmen.

Grundsatz „comply or explain“

Die Fondsgesellschaften informieren ihre Anleger, ob und inwieweit sie die Wohlverhaltensregeln einhalten. Sie können von den Grundsätzen abweichen, müssen dies dann aber jährlich offenlegen und Abweichungen begründen. Sofern die Regeln von vornherein nicht zur jeweiligen Anlagestrategie oder Geschäftstätigkeit passen, müssen Fondsgesellschaften die Abweichungen nicht gesondert begründen.

Die überarbeiteten Wohlverhaltensregeln gelten ab dem 1. Januar 2017 mit einer Übergangsfrist von neun Monaten. Wesentliche Änderungen im Vergleich zur letzten Fassung der Wohlverhaltensregeln  (Stand 2010) sind der Grundsatz „comply or explain“, die Aufnahme der Leitlinien zum verantwortlichen Investieren und die Streichung aller durch das Kapitalanlagegesetzbuch geregelten Pflichten wie die Vorkehrungen zum Umgang mit Interessenkonflikten oder der Ausweis von laufenden Kosten.

Gültig bis 31. Dezember 2016:

Wohlverhaltensregeln

Gültig ab 1. Januar 2017:

Wohlverhaltensregeln (deutsche und englische Fassung)