Wohlverhaltensregeln

Die bereits 2003 eingeführten Wohlverhaltensregeln des BVI legen freiwillige Standards fest und tragen der Treuhänderschaft Rechnung, die Asset Managern besondere Pflichten gegenüber ihren Anlegern auferlegt.

Die Wohlverhaltensregeln formulieren in fünf Grundsätzen, dass

  1. Fondsgesellschaften keine unangemessenen Kosten und Gebühren erheben sowie Anlegerinteressen nicht durch marktmissbräuchliche Praktiken beeinträchtigen,
  2. Fondsgesellschaften klare Ausführungsgrundsätze zur marktgerechten Abwicklung und eine faire Anlegerbehandlung beachten,
  3. Fondsgesellschaften klar, umfassend und verständlich informieren,
  4. Geschäftsleitung und Aufsichtsrat auf eine gute Corporate Governance der Fondsgesellschaft hinwirken und
  5. Fondsgesellschaften gesellschaftliche Verantwortung in ökologischen, sozialen Belangen sowie zur guten Unternehmensführung (ESG) übernehmen.

Grundsatz „comply or explain“

Die Fondsgesellschaften informieren ihre Anleger, ob und inwieweit sie die Wohlverhaltensregeln einhalten. Sie können von den Grundsätzen abweichen, müssen dies dann aber jährlich offenlegen und Abweichungen begründen. Sofern die Regeln von vornherein nicht zur jeweiligen Anlagestrategie oder Geschäftstätigkeit passen, müssen Fondsgesellschaften die Abweichungen nicht gesondert begründen.

Die aktuelle Fassung der Wohlverhaltensregeln gilt seit dem 1. Juli 2019 und legt eine neue Regel fest, wonach die Fondsgesellschaft an der BVI-Investmentstatistik teilnimmt.

Wohlverhaltensregeln (pdf)